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Das Aufladen von Elektro-LKW

Elektro-LKW
Elektro-LKW

Leise, aber sicher ziehen Elektro-LKW in die europäische LKW-Landschaft ein. Hersteller wie Renault Trucks und Volvo Trucks haben bereits ihre ersten Fahrzeuge vorgestellt, während Mercedes-Benz Trucks und Tesla bis Ende des Jahres ein 100 % elektrisches Modell planen.

Obwohl der europäische Markt für Schwertransporter immer noch stark von Dieselmodellen dominiert wird (98 % der Zulassungen im Jahr 2019 für mittlere und schwere LKW gegenüber 0,2 % für elektrische LKW), mangelt es in der Europäischen Union nicht an Initiativen zugunsten alternativer Energiequellen. Der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) empfiehlt, dass bis 2030 200.000 Elektro-LKW in Europa unterwegs sein sollten, um die europäischen Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu erreichen.

 

Die Umstellung auf Elektro-LKW

Die meisten Autohersteller und Marken von Schwertransportern stellen auf Elektroantrieb um. Und das zu Recht: Elektro-LKW verbessern die Arbeitsbedingungen von Berufstätigen wie Fahrern und Bauarbeitern sowie die Umwelt in den Städten dank niedriger Geräuschpegel und null Abgasemissionen. Für Unternehmen, die an der Umstellung ihres Fuhrparks interessiert sind, ist die Frage der Ladezeit entscheidend. Während das langsame Aufladen einer vollständig entladenen Batterie etwa 10 Stunden dauert, kann diese Zeit mit den neuen ultraschnellen 150-kW-Ladeinfrastrukturen und den technologischen Fortschritten bei den neuesten Modellen erheblich verkürzt werden, so dass sie nur noch 1 bis 2 Stunden betragen würde.

 

Vor- und Nachteile

Aber lassen Sie uns einen Schritt zurückgehen und uns ansehen, wie alles begann. Das Zeitalter der erneuerbaren Energien und die schwerwiegenden Umweltauswirkungen des Klimawandels haben uns gezwungen, dringend zu handeln. Der Güterverkehrssektor ist nicht weit davon entfernt und schlägt eine sauberere und sicherere Methode vor, um weiterhin Güter zu transportieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Dies kann mit Hilfe von Elektro-LKW geschehen. Aber um eine gute Entscheidung zu treffen, muss man zunächst die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen.

Nachteile

- Elektro-LKW sind teurer als Diesel-LKW

- Teurere Wartung: Die Reparaturen dieser Art von LKW sind aufgrund der verwendeten elektronischen Geräte viel teurer, was ein großer Nachteil beim Kauf dieser Art von LKW sein kann.

- Die Batteriekapazität ist viel geringer als bei einem herkömmlichen LKW. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man die Investition in einen Elektro-LKW in Erwägung zieht. Was den Güterverkehr betrifft, so gibt es auch nicht allzu viele Ladeinfrastrukturen, was Langstreckentransporte ohne die Möglichkeit, zum effizienten Beladen anzuhalten, schwierig machen kann.

Vorteile

Den Nachteilen stehen aber auch viele Vorteile gegenüber:

- Nachhaltigkeit: Es besteht kein Zweifel, dass der Verzicht auf Treibstoff für unseren Planeten ein Hauch von frischer Luft ist. Die Tatsache, dass wir nachhaltige Alternativen für den Transport von Gütern nutzen, wird zum grundlegenden Vorteil eines Elektrostaplers.

- Marketing: Es liegt auf der Hand, dass der Einsatz für die Umwelt zu einer entscheidenden Marketingstrategie für die positive Entwicklung eines Unternehmens geworden ist.

- Verkehr in städtischen Zentren: Die Umweltverschmutzung in Großstädten hat dazu geführt, dass Dieselfahrzeuge in eine Sackgasse geraten sind. In vielen Städten wurde der Verkehr in den Innenstädten verboten, so dass für diesen Zweck Elektrofahrzeuge eingesetzt werden mussten.

- Elektro-LKW sind leiser: Diese Art von Fahrzeugen können nachts fahren und machen dabei viel weniger Lärm als herkömmliche LKW, was bedeutet, dass es tagsüber kaum Staus gibt und die Lärmbelästigung wegfällt.

 

Investition in eine eigene Ladeeinrichtung

Wenn man die Vor- und Nachteile abwägt, sind die wichtigsten Punkte zweifellos die Batterie und die Kosten. Was die Batterie betrifft, so werden bereits viel leistungsfähigere und billigere Lithium-Ionen-Batterien entwickelt. Sobald die Ladeinfrastrukturen flächendeckend vorhanden sind, könnte die Entscheidung für einen Elektro-LKW heute viel leichter fallen. Es gibt bereits mehrere Spediteure, die in eine eigene Ladestation investieren wollen, aber wir müssen noch ein wenig warten, denn wie Sie vielleicht schon erraten haben, wird das nicht einfach sein.

 

Ladestationen für Elektro-LKW

Im Straßengüterverkehr gibt es auf der riesigen Baustelle des elektrischen Übergangs noch viel zu tun. Daimler Truck , Volkswagen über seine Tochtergesellschaft Traton und die Volvo Group werden sich gemeinsam dieser Herausforderung stellen. Am Montag, den 5. Juli, gaben die drei Hersteller bekannt, dass sie 500 Millionen Euro in den Aufbau eines Netzes von Ladestationen für LKW investieren werden. Geplant ist, innerhalb von fünf Jahren 1.700 leistungsstarke Ladestationen zu installieren, die mit allen Automarken kompatibel sind. Die mit grüner Energie betriebenen Stationen werden strategisch in der Nähe von Autobahnen, Logistikzentren oder Ladestationen am Zielort aufgestellt. Dazu gehören Hotels, Restaurants und Einkaufszentren.

 

Ladestationen am Zielort

Man hofft, dass dies der Entwicklung von Elektro-LKW einen Schub geben wird. Nach Angaben des Verbands der europäischen Automobilhersteller (ACEA) stehen in der EU nicht mehr als 10 Stationen für Leistungen unter 350 kW zur Verfügung. Über 350 kW gäbe es weder im öffentlichen Netz noch an den Ladestationen am Zielort einen Anschluss. Der ACEA hat die EU-Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, ein echtes Netz von Stationen aufzubauen. Nach Angaben der Organisation werden auf dem alten Kontinent bis 2025 bis zu 5.000 und bis 2030 bis zu 50.000 Ladestationen benötigt, um den Übergang zum Elektroantrieb für LKW zu gewährleisten. Das Problem des Aufladens ist für diese Fahrzeuge noch akuter, da die meisten von ihnen mehr als 200 Kilometer von ihrem Standort entfernt sind.

 

Ausbau der öffentlichen Ladestationen

Schwertransporter benötigen auch leistungsstärkere Ladestationen als die für Privatfahrzeuge. Darüber hinaus wird empfohlen, bis 2025 über 17.000 öffentliche Ladepunkte einzuführen, von denen 13.000 mit einer Ladeleistung von über 100 kW kompatibel sein sollten. Das Ziel für 2030 ist ein öffentliches Netz mit 90.000 Ladepunkten. Für Elektro-LKW soll es in der Europäischen Union bis 2025 rund 11.000 Ladepunkte geben. Das Ziel für 2030 liegt bei 42.000 Ladepunkten. Dies ist ein notwendiges Übel, um den ökologischen Übergang im europäischen Straßenverkehr zu realisieren.

 

Aktuelle Ladegeräte reichen für LKW nicht aus

Die Elektrifizierung von großen Lastkraftwagen, die schwere Lasten auf der Straße transportieren, erfordert eine möglichst hohe und effiziente Ladegeschwindigkeit ihrer Batterien. Aufgrund ihres Gewichts und ihrer Größe haben diese Fahrzeuge Batterien mit großer Kapazität. Die heutigen Elektro-LKW werden zwar während der vorgeschriebenen Fahrerpausen aufgeladen, doch sind die erforderlichen Zeiten zu kurz, um sie nicht zu überschreiten, was letztlich zu höheren Ausfallzeiten führt als bei Diesel-LKW. Die Branche ist sich einig, dass die heutigen Ladegeräte mit höherer Leistung (bis zu 350 kWe) für das Aufladen von Personenkraftwagen ausreichen, aber für schwere Elektro-LKW nicht geeignet sind.

 

Batterieschaltsystem für Schnellladung

Übrigens arbeitet das australische Unternehmen Janus Electric an einem Projekt, mit dem Elektro-LKW lange Strecken zurücklegen können. Und zwar dank eines Batteriewechselsystems, das in drei Minuten 100 % Autonomie wiederherstellt. Die Idee ist, eine Serie von Elektro-LKW zu starten, die mit Batterien mit einer Kapazität von etwa 600 kWh ausgestattet sind. Genug Kapazität, um mit einer Ladung zwischen 400 und 600 Kilometer zurückzulegen. Das Hauptunterscheidungsmerkmal wird jedoch sein, dass diese LKW kein ultraschnelles Frachtnetz benötigen und nicht jeden Tag Zwischenstopps einplanen müssen.

 

Nur drei Minuten Ladezeit in der Zukunft

Die LKW-Fahrer müssen sich nicht einmal Sorgen machen, dass die Batterie durch hohe Ladegeschwindigkeiten geschädigt wird. Sie werden ein System verwenden, das bereits mehrfach mit mehr oder weniger Erfolg eingesetzt wurde, insbesondere beim Batteriewechsel. So müssen die LKW-Fahrer nur drei Minuten lang anhalten, um ihre Batterie durch eine vollgeladene zu ersetzen. Insgesamt werden die Profis am Steuer dieser Fahrzeuge 1.000 Kilometer ohne Probleme zurücklegen können.

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